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Filmtypen und -formate

In diesem Projekt werden die unterschiedlichen fotografischen Filmtypen und -formate beschrieben.

kurze Übersicht über Filmtypen und -formate

In der folgenden PDF-Datei werden kurz die unterschiedlichen Filmtypen und -formate vorgestellt.

In der folgenden PDF-Datei werden kurz die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Filmtypen aufgelistet:

Kleinbild(film)

Der Kleinbildfilm (oder auch 35 mm Film) wird, wie der Name schon erahnen läßt, in einer Kleinbildkamera verwendet. Er befindet sich in einer lichtdichten Filmpatrone und hat entweder 12, 24 oder 36 Aufnahmen. Aufgrund der geringeren Nachfrage an Filmen mit wenig Bildern, werden heute fast ausschließlich Filme mit 36 Bildern produziert.

Das übliche Bildformat bei diesem Filmtyp ist 24x36 mm, wobei es auch exotische Kleinbildkameras mit abweichenden Bildformaten gibt.

Rollfilm

Der Rollfilm besteht aus einem Papierstreifen an dem der Film befestigt ist und der sehr eng auf eine Kunststoffrolle gewickelt ist.  Dadurch ist er einigermaßen lichtdicht, sollte jedoch nur bei gedimmten Licht in die Kamera eingelegt werden. Es gibt eine eine kurze Version mit der Bezeichnung „120“ und lange Version mit der Bezeichnung „220“, wobei heute ausschließlich 120er Rollfilm produziert wird.

Der 120er Rollfilm wird hauptsächlich in Mittelformatkameras verwendet und hat, je nachdem welches Bildformat die Kamera belichtet, 8 (6x9 cm Bildformat), 10 (6x7 cm Bildformat), 12 (6x6 cm Bildformat) oder 16 (4,5x6 cm Bildformat) Aufnahmen.

Planfilm

Als Planfilm bezeichnet man einzelne Film(blätter), die in Packungen zu 10, 25 oder 50 Stück lichtdicht verpackt sind. Sie müssen vor dem Fotografieren in absoluter Dunkelheit einzeln in sogenannte Planfilmkassetten geladen werden.

Es gibt sie in den Formaten 4x5 Inch, 13x18 cm oder 8x10 Inch. Auch noch größere Formate existieren, obwohl für diese Filmgrößen nur sehr wenige Kameras existieren. Planfilme werden nämlich mit sogenannten Großformatkameras belichtet, deren Mattscheiben dem jeweiligen Film- bzw. Aufnahmeformat entsprechen.

Schwarz-Weiß-Negativ(film)

Obwohl einige Filmhersteller in den letzten Jahren ihr Filmsortiment verkleinert haben oder sogar Insolvenz anmelden mußten, ist das Angebot an Schwarz-Weiß-Negativfilmen nach wie vor sehr groß. Sowohl im Bereich der klassischen Schwarz-Weiß-Negativfilmen als auch auf dem Gebiet der Spezialfilme gibt es eine große Auswahl.

Niedrig empfindliche Filme

Im Bereich von ISO 12 bis ISO 50 spricht man von niedrig empfindlichen Filmen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Schärfe und eine geringe Körnigkeit aus, sind dadurch aber wenig lichtempfindlich. Typische Vertreter sind:

  • Ilford PANF Plus (ISO 50)
  • Rollei RPX 25 (ISO 25)

Normal empfindliche Filme

Im Bereich von ISO 100 bis ISO 200 spricht man von normal empfindlichen Filmen. Diese bieten einen idealen Kompromiss zwischen Feinkörnigkeit und Filmempfindlichkeit. Typische Vertreter sind:

  • Ilford DELTA 100 (ISO 100)
  • Ilford FP4 Plus (ISO 125)
  • Kodak T-MAX 100 (ISO 100)
  • Rollei RPX 100 (ISO 100)
  • AgfaPhoto APX 100 (ISO 100)
  • Fujifilm Neopan Acros 100 II (ISO 100)

Hoch empfindliche Filme

Im Bereich von ISO 400 bis ISO 800 spricht man von hoch empfindlichen Filmen. Ihr Vorteil liegt in der höheren Lichtempfindlichkeit. Diese geht jedoch zu Lasten der Filmkörnigkeit, die bei diesen Filmen schon sichtbar wird. Typische Vertreter sind:

  • Kodak T-MAX 400 (ISO 400)
  • Kodak TRI-X (ISO 400)
  • Ilford HP5 Plus (ISO 400)
  • Ilford DELTA 400 (ISO 400)
  • Bergger Pancro 400 (ISO 400)
  • Rollei RPX 400 (ISO 400)

Höchst empfindliche Filme

Ab ISO 1600 spricht man von höchst empfindlichen Filmen. Diese sind vor allem für Reportagefotografie unter schlechten Lichtbedingungen oder Sportfotografie mit kurzen Belichtungszeiten konzipiert worden. Sie weisen ein sehr deutlich sichtbares Filmkorn auf. Typische Vertreter sind:

  • Ilford DELTA 3200 (ISO 3200)
  • Kodak T-MAX 3200 (ISO 800 bis 3200)

Farbnegativ(film)

Das Angebot an Farbnegativfilmes ist gegenüber dem Schwarz-Weiß-Negativ schon deutlich eingeschränkter,  aber im Kleinbildbereich noch als ausreichend zu bezeichnen. Als Rollfilm oder als Planfilm gibt es jedoch nur noch wenige Farbnegativfilme. Dafür ist die Anzahl an Fotolaboren, die Farbnegativfilme (im Standardprozess C-41) entwickeln groß.

Normal empfindliche Filme

Im Bereich von ISO 100 bis ISO 200 spricht man von normal empfindlichen Filmen. Diese bieten einen idealen Kompromiss zwischen Feinkörnigkeit und Filmempfindlichkeit. Typische Vertreter sind:

  • Kodak Ektar 100

  • Fujicolor Print Industrial 100

  • Kodak Portra 160

  • Kodak Gold 200

  • Fujicolor Superia 200

Hoch empfindliche Filme

Im Bereich von ISO 400 bis ISO 800 spricht man von hoch empfindlichen Filmen. Ihr Vorteil liegt in der höheren Lichtempfindlichkeit. Diese geht jedoch zu Lasten der Filmkörnigkeit, die bei diesen Filmen schon sichtbar wird. Typische Vertreter sind:

  • Fujicolor Pro 400H

  • Kodak Portra 400

  • Kodak Portra 800

  • Fujicolor Print Industrial 400

  • Fujicolor Superia 400

  • Fujicolor Superia 800

  • Kodak Ultra Max 400

Farbdia(film)

Das Sortiment an Farbdiafilmen ist mittlerweile das kleinste, es ist noch deutlich kleiner als das der Farbnegativfilme. Hoch empfindliche Farbdiafilme werden überhaupt nicht mehr hergestellt. Auch Fotolabore die Farbdiafilme (im Standardprozess E-6) entwickeln sind mittlerweile relativ selten. 

Niedrig  empfindliche Filme

Im Bereich von ISO 12 bis ISO 50 spricht man von niedrig empfindlichen Filmen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Schärfe und eine geringe Körnigkeit aus, sind dadurch aber wenig lichtempfindlich. Der letzte Vertreter ist:

  • Fujichrome Vevia 50

Normal empfindliche Filme

Im Bereich von ISO 100 bis ISO 200 spricht man von normal empfindlichen Filmen. Diese bieten einen idealen Kompromiss zwischen Feinkörnigkeit und Filmempfindlichkeit. Typische Vertreter sind:

  • Fujichrome Velvia 100

  • Fujichrome Provia 100F

  • Kodak Ektachrome E100

Ein Projekt von

Fachgruppe

Sonstiges

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Betreuung

Prof. Andreas Kunert

Zugehöriger Workspace

Gestaltungsatelier "Schwarz-Weiß-Labor"

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2020